Welliwood

Die Fährfahrt zur Nordinsel endete in Neuseelands Hauptstadt Wellington, in dessen Ballungsraum ca. 450.000 Menschen leben. Wir übernachteten auf dem bisher eigenartigsten Campingplatz der Reise, einem Parkplatz inmitten der Innenstadt, der mit Duschen, Klos und Stromanschlüssen zu vollwertigen Camper-Stellplätzen aufgerüstet wurde.

Campingplatz in Wellington

Campingplatz in Wellington

Die Lage des Parkplatzes war allerdings perfekt für die Erkundung Wellingtons, denn von dort aus waren alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt zu Fuß zu erreichen. Wegen der geografischen Besonderheiten der Innenstadt – sie ist zwischen Wasser und Hügeln eingeklemmt – ist sie nämlich sehr kompakt und kann sich auch flächenmäßig nicht weiter ausdehnen. Sehenswert ist auf jeden Fall das Nationalmuseum Te Papa, das wie das British Museum in London bei freiem Eintritt besichtigt werden kann. Allerdings bleibt die Größe des Museums – im Gegensatz zu seinem englischen Pendant – noch im Rahmen, so dass man mit einem einzelnen Besuch auskommt, und doch alle wichtigen Ausstellungen gesehen hat. Theo war völlig aus dem Häuschen über die Exponate zu Neuseelands Tierleben, die fast eine ganze Etage einnahmen.

Trolle

Trolle im Te Papa Museum

Nach dem mehrstündigen Museumsbesuch machten wir uns auf die Suche nach einem DVD-Geschäft, um die zweite Staffel von Breaking Bad zu besorgen. Dabei kamen wir an Wellingtons coolster Straße, der Cuba Street vorbei. Das Nachtleben dort konnten wir leider wegen unserer minderjährigen Begleitung nicht austesten. Als wir am späten Nachmittag die begehrten DVDs immer noch nicht hatten, mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass alle Geschäfte in der Innenstadt um 17:30 schließen. Danach hing der Fuchs tot über’m Gartenzaun. Was ist denn das bitte für eine Hauptstadt?!? Zum Glück fuhr die Cable Car noch, so dass wir mal einen Blick von oben auf die Stadt riskieren konnten.

Wellington ist auch Neuseelands Filmhauptstadt, bezüglich Tricktechnik sind die hiesigen Firmen weltweit ganz weit vorne. Wir warfen noch einen Blick in die Weta Cave, eine Art Souvenierladen von Weta, die Kostüme und Spezialeffekte für Filme wie Herr der Ringe oder Avatar produzierten. Um dort ein Stück käuflich zu erwerben, muss man aber schon ein echter Fan sein oder zu viel Kohle verdienen.

Welliwood

Welliwood

Die Routengestaltung auf der Nordinsel ist nicht so einfach wie auf der Südinsel, wo es nur wenige Scheidewege gibt. Wir konnten von Wellington aus an der Westküste Richtung Mt Taranaki und Surf Highway fahren, mittig Richtung Tongariro National Park und Taupo oder an der Ostküste zu Hawke’s Bay mit den Orten Napier und Hastings. Wenn wir mit dem Blog nicht wieder eine Woche in Verzug wären, hätte ich Euch Leser abstimmen lassen, wie es weiter gehen soll. Aber wir haben uns natürlich mittlerweile schon weiter in Richtung Norden bewegt. Welchen Weg wir eingeschlagen haben, und ob wir das begehrte DVD Set noch ergattern konnten, erfahrt Ihr in der nächsten Folge.

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3 Gedanken zu „Welliwood

  1. Hi, ja den „Camping-Platz“ hatten wir auch gesehen. Offenbar hat’s also für Euch mit der Übernachtung bei Megan und Ryan dann nicht geklappt? Schade… wäre auch zentral und fußläufig gewesen. Wann kommt Ihr eigentlich wieder? Viel Spaß noch!

    • Ja, Ryan hatte leider die ganze Woche beruflich in Dunedin zu tun. Echt schade, ich hatte mich schon auf ein richtiges Bett gefreut. Wäre natürlich auch nett gewesen, mal mit Einheimischen zu quatschen. Das ist ja doch immer anders, als eine Stadt nur mit Hilfe eines Buches zu erkunden. Wir sind am 14.04. wieder in Deutschland, wenn ich mich nicht irre (ich mag noch gar nicht daran denken). Aber auf der Heimreise warten noch Sydney und Dubai auf uns, das wird bestimmt auch noch mal ganz interessant.

      • Ah ja, der Ryan hatte das auch erwähnt, dass er hier und da unterwegs war. Das ist natürlich schade. Aber gut, so habt Ihr Wellington ja auch ganz gut entdecken können.
        Am 14.4. erst, ach da brauchst Du auch noch gar nicht dran denken 😉
        Ich weiß ja nicht wieviel Kontakt Du mit Markus Kramer hattest als er bei Neofonie war, aber er wohnt gerade in Sydney und freut sich immer über Besuch 😉 Ard hat ihn auch getroffen.
        Dann erstmal noch ganz viel Spaß!

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